Elektroschubkarren – damit es einfach geht

Elektroschubkarren – damit es einfach gehtFür viele Menschen ist die Gartenarbeit eine sehr entspannende Freizeitbeschäftigung. Dabei ist es unerheblich, ob sie sich um einen Zier- oder einen Nutzgarten kümmern. Wichtig ist die Arbeit in aller Ruhe an der frischen Luft und natürlich auch das Ergebnis. Eines kann aber manchmal zu einem schwierigen Vorhaben werden: Das Hin- und Herfahren von Sand, schwerem Kompost, Gartenabfällen und ähnlichem Sicherlich hat jeder seine Schubkarre zur Unterstützung. Doch ist diese richtig gut gefüllt, besitzt sie auch ein fürchterliches Gewicht. Wie schön wäre es doch, wenn man eine Schubkarre mit Antrieb besitzen würde. Im Zeitalter des Akkus sollte dies möglich sein, oder nicht? Und Sie haben recht: Es ist selbstverständlich im Rahmen des Möglichen, eine Eletroschubkarre zu kaufen, um sich selbst die Arbeit ein wenig zu erleichtern.

Nein, kein Verlängerungskabel

Es versteht sich wohl von selbst, dass eine elektrisch betriebene Schubkarre mittels eines Akkus, der jederzeit im Haus wieder aufgeladen werden kann, betrieben werden muss. Ein Muss ist es an dieser Stelle, da niemand sich tatsächlich derart mit einem Verlängerungskabel verknoten möchte. Es sollte sich um einen leistungsstarken Akku halten, damit der Elektroschubkarren auch für einen angemessenen Zeitraum in Betrieb sein kann, bevor er wieder aufgeladen werden muss. Bis zu 10 Stunden sind die heutigen Akkus für Elektroschubkarren am Stück nutzbar.

Alternativ werden auch Schubkarren mit Verbrennungsmotor angeboten. Sie sind für die wirklich großen Projekte einzusetzen. Daher werden sie für gewöhnlich eher von Personen bedient, die an größeren Gartenbauprojekten beteiligt sind. Für kleinen Garten freilich sind diese Modelle zu groß, zu unhandlich und unrentabel. Schließlich gehören sie zu den teuren Modellen im Bereich der mechanisch angetriebenen Schubkarren. Auf Baustellen hingegen sind sie sehr beliebt.

Mulde oder Ladefläche?

Um diese Frage beantworten zu können, muss man wissen, welche Güter vorwiegend transportiert werden sollen. Handelt es sich um lose Güter wie Sand, Pflanzerde, Dünger und natürlich auch Gartenabfälle, scheint die Mulde eine gute Entscheidung zu sein. Haben Sie es aber eher mit Wasserbehältern, Steinen oder anderen Behältnissen, leer oder gefüllt, zu tun, ist die offene Ladefläche zu empfehlen.

Und dann gibt es noch eine Mischung zwischen Ladefläche, Mulde und Sackkarre. Es fragt sich daher, welches Modell wofür eingesetzt werden kann und in welchen Größen es angeboten wird.

  • Die Akku-Schubkarre, Mulde: Genau genommen handelt es sich um eine „normale“ Schubkarre, nur, dass sie mit einem Akkumotor betrieben wird. Sie sollte möglichst aus verzinktem Blech oder Hartkunststoff gefertigt sein. Dieses Modell wird vorwiegend für lose Güter verwendet.
  • Die Akku-Schubkarre mit Pritsche: Wir finden hier das Untergestell einer Schubkarre mit einer Pritschenladefläche vor, die optisch einer Sackkarre ähnelt. Sperrige wie auch schwere Lasten können hiermit hervorragend transportiert werden. Für lose Güter wäre noch eine Bütt oder etwas Vergleichbares notwendig.
  • Die Akku-Schukarre mit Dumper: Fragen wir uns, was ein „Dumper“ ist, werden wir feststellen, dass hier das englische Wort für den Begriff „Kipper“ verwendet wurde. Die Mulde dieser Schubkarre kann also separat gekippt werden. In Gärtnereien, beim Landschaftsbau und natürlich auf Baustellen kann dieses Modell beste Dienste leisten. Im privaten Bereich ist sie für Personen im Bereich des Möglichen, die einen sehr großen Selbstversorgergarten oder ab Pferde- / Großtierhaltung betreiben und diese Unterstützung deshalb sehr gerne nutzen möchten. Wer sich dieses Modell kaufen möchte, sollte es auch tatsächlich täglich nutzen können. Ansonsten sind die Anschaffungskosten einfach zu hoch.

Beachtenswertes

Die meisten Käufer achten zunächst auf die Leistung des Motors. Dies ist natürlich richtig. Allerdings ist es nicht der einzige Punkt, der zwingend Beachtung finden sollte.

  • Der Akku: Sie haben die Wahl zwischen einem Lithium-Ionen-Akku oder einem Bleiakku. Korrekt ist, dass der Bleiakku die günstigere Variante darstellt. Während als Elektrolyt verdünnte Schwefelsäure verwendet wird, bestehen die Elektroden aus Blei, was dieser Batterie auch den Namen gegeben hat. Sie weisen, je nach Größe, eine Laufzeit von bis zu 8 Stunden auf. Die Lithium-Ionen-Batterien hingegen arbeiten mit der Stoffänderung durch einen elektrochemischen Prozess. Damit sind sie besonders leistungsfähig und können mit einer 18-V-Kraft die Schubkarre antreiben. Allerdings handelt es sich hierbei um die eher seltenen Modelle auf dem Markt. Ihre Laufzeit beträgt 6 Stunden am Stück. ACHTUNG – Lieferumfang: Nicht immer ist die Batterie, der Akku im Lieferumfang der elektrobetriebenen Schubkarre integriert. Dies gilt auch für das Ladegerät des Akkus. Wenn Sie dies nicht konkret aus der Produktbeschreibung entnehmen können, sollten Sie den Händler direkt darauf ansprechen, ob es sich hierbei um so genanntes Zubehör handelt.
  • Die Gangschaltung: Wie viele Gänge besitzt dieses Modell? Ein oder zwei Vorwärtsgänge, ein Rückwärtsgang sollten vorhanden sein, um vernünftig damit arbeiten zu können. Sie werden mit unterschiedlichen Methoden geschaltet, sodass man sich entscheiden muss, mit welcher Variante man am besten zurechtkommt.
  • Die Bremsanlage: Ja, ein Gerät, das motorbetrieben vorwärtsfährt, sollte auch über eine Bremse verfügen. Am besten wäre es, wenn sowohl an den vorderen als auch an Hinterrädern gebremst werden kann. Zudem sollte eine Feststellbremse nicht fehlen. Diese macht sich dann bezahlt, wenn das Gerät auf abschüssigem Untergrund verwendet werden soll.
  • Das Gewicht der Ladung: Oftmals denkt man gar nicht darüber nach, wie schwer Erde oder Dünger sein kann. Sicherlich werden diese Probleme von einem Facharbeiter im Landschaftsbau oder eines Baustellenunternehmers nicht hinterfragt. Dort verwendet man am besten gleich das größte Modell. Für den Privatmann aber ist es eine schwierige Frage. Doch sollte man eher zu hoch als zu niedrig ansetzen, um für sich persönlich das richtige Modell zu finden. Die herkömmlichen Modelle für den Privatgebrauch sind mit 120 bis 130kg Ladungsgewicht veranschlagt. Für das Profi-Gerät können, je nach Modell, bis zu 400kg geladen werden. Die kleinen Muldenmodelle hingegen fassen lediglich 100kg. Für den Privatgebrauch sollte dies aber durchaus ausreichend sein, nicht wahr?
  • Das Wechselmodell: Einige Hersteller stechen mit der Option hervor, die Mulde gegen die Pritsche mit nur wenigen Handgriffen auswechseln zu können. Dies hat viele Vorteile. Der Einsatz des Gerätes ist damit vielfältiger als zuvor.

Preisvergleich

Die Modelle gleichen sich sehr stark. Umso wichtiger ist es, die Preise zu vergleichen, da diese doch recht weit auseinandergehen. Warum aber sollte man eventuell einige hundert Euro verschenken, nur weil man einen ganz bestimmten Hersteller präferiert? Die anderen Modelle sind doch gleichwertig, richtig? Richtig!